30.11.2020
Mindestvergütung bei Ausbildungsverträgen steigt ab 2021 weiter

2019 befan­den sich über 1,33 Mil­lio­nen Per­so­nen in einer Berufs­aus­bil­dung (Sta­tis­ta 2020). Auf­grund des über­ar­bei­te­ten Berufs­bil­dungs­ge­set­zes (BBiG), das am 1. Janu­ar 2020 in Kraft getre­ten ist, steigt 2021 die Min­dest­ver­gü­tung bei Aus­bil­dungs­ver­trä­gen, die außer­halb der Tarif­bin­dung lie­gen und ab dem 1. Janu­ar 2020 begon­nen haben.

Wer im Jahr 2021 eine Aus­bil­dung anfängt, soll im ers­ten Lehr­jahr eine Min­dest­ver­gü­tung von 550 Euro erhal­ten. 2022 sol­len dar­aus 585 Euro für das ers­te Lehr­jahr wer­den, 2023 wer­den es 620 Euro sein. Für die wei­te­ren Lehr­jah­re gilt: Die Min­dest­ver­gü­tung steigt im zwei­ten Jahr um 18 Pro­zent, im drit­ten um 35 Pro­zent und im vier­ten um 40 Prozent.

Das höhe­re Aus­bil­dungs­we­sen wird ins­ge­samt refor­miert. Auch im Bereich Teil­zeit­aus­bil­dung gibt es Neue­run­gen: Die Aus­bil­dung in Teil­zeit steht jetzt neben allein­er­zie­hen­den und pfle­gen­den Azu­bis allen zu, wenn sie sich mit ihrem Aus­bil­dungs­be­trieb dar­auf eini­gen können.

Zusätz­lich wer­den auf­ein­an­der auf­bau­en­de Aus­bil­dun­gen anre­chen­bar. Um Dop­pe­lun­gen zu ver­mei­den, kön­nen Aus­zu­bil­den­de, die bereits eine Aus­bil­dung abge­schlos­sen haben, sich vom ers­ten Teil einer Abschluss­prü­fung befrei­en las­sen, wenn die­se in einem dar­auf auf­bau­en­den Aus­bil­dungs­gang durch­ge­führt wer­den soll.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum BBiG unter:

https://www.bmbf.de/de/bbig-novelle-das-sind-die-wichtigsten-aenderungen-8640.html

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